Haiou Zhang

Freitag, 25. Januar 2019

19:30 Uhr, Aula des Gymnasium Marianum 

 

"Lisztomania"

 

Haiou Zhang (Klavier)

 

Programm 

Franz Liszt: Sonetto del Petrarca 123 (aus: Années de pèlerinage II S.161)

Franz Liszt: St. François prêchant aux oiseaux (aus: 2 Légendes S.175)

Franz Liszt: Les jeux d'eaux à la Villa d'Este (aus: Années de pèlerinage III S.163)

Franz Liszt: Funérailles (aus: Harmonies poétiques et religieuses S.173)

Franz Liszt: Sonate h-moll S.178 

 

„Blinder Lärm“, so urteilte Clara Schumann über die Sonate, die Franz Liszt ihrem Mann Robert zugesandt und gewidmet hatte. Und sie war nicht die einzige Zeitgenossin, die dem ungewöhnlichen und düsteren Werk reserviert gegenüberstand. Was dereinst kontrovers diskutiert wurde, zählt heute unbestritten zu den großartigsten Klavierwerken des 19. Jahrhunderts. Der legendäre Pianist Alfred Brendel etwa bezeichnete sie als die „wichtigste, originellste, gewaltigste und intelligenteste Sonatenkomposition nach Beethoven und Schubert“.

 

In der über 25jährigen Geschichte der Warburger Meisterkonzerte führten die Werke des einflussreichen Klaviervirtuosen und -komponisten bislang ein Schattendasein. Nun aber nimmt sich Haiou Zhang des so vielschichtigen und vielseitigen lisztschen Schaffens an, präsentiert schillernde Klanggemälde, poetische Kleinode und fromme Bekenntnisse des Abbé Liszt.

 

Zhang krönt sein Programm mit der bereits zitierten Sonate in h-Moll. Das Werk liegt dem Chinesen besonders am Herzen und in den Fingern, glaubt man den Worten des britischen Fachblattes Grammophone: „Die h-Moll Sonate von Liszt, die einst als technisch unspielbar und musikalisch unverständlich galt, stellt Haiou Zhang als visionäres Meisterwerk und Wendepunkt in der Geschichte dar, mit außergewöhnlicher Größe und Durchsichtigkeit (…) Haiou Zhang ist ein besonders ernstzunehmender Künstler.“

 

 

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